Bolama - Blick auf eine Stadt

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Willkommen auf bolama.net - Infos zu Guinea-Bissau

Neues Schiff für die Verbindung zwischen Bissau, Bolama und Cátio

Nachdem in den letzten Jahren die Verbindung zwischen Bolama und Bissau nur noch mittels Pirogen aufrecht erhalten wurde, ist seit Anfang des Jahres 2011 ein neues Schiff auf der Linie in Betrieb. Die „IV Centenário de Cacheu“ wird in Zukunft die Linie von Bissau über Bolama nach Catió bedienen. Derzeit wird jedoch nur der Abschnitt Bissau – Bolama - Bissau bedient.

Bei der Wiedereinweihungsfeier war auch Premierminister Carlos Gomes Júnior anwesend. Sie hätten schon begonnen ihre Versprechen in Bezug auf die Verbesserung der Infrastruktur einzulösen. Noch vor Ablauf seines Mandates würden zwei weitere Schiffe der selben Größe angeschafft, um auch die anderen Inseln vor der Küsten Bissau besser anzubinden. Außerdem werde es wieder eine guineische Fluggesellschaft geben, verkündete Premier Gomes Júnior.

Piroge auf dem Weg von Bolama nach BissauEs sei unfassbar, das im 21. Jahrhundert noch immer Personen mit Pirogen reisen müssten, gab der Direktor des Hafens Bissau Mário Loureiro in typischer Fortschrittsmanier bekannt. Weiterhin müsste Guinea-Bissau eine angemessene maritime Infrastruktur schaffen, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, die ein Recht auf diese hätten. Er garantierte, dass sie weiter an der Rehabilitierung der Infrastrukturen arbeiten würden. Die "IV Centenário de Cacheu" im Hafen von Bissau

Die „IV Centenário de Cacheu“ wurde von der guineischen Regierung im Jahr 1989 anlässlich der 400Jahr Feier der Stadt Cacheu erworben und bediente ursprünglich die Linie zwischen Cacheu und São Domingos im Norden des Landes. Das Schiff sollte dort den Austausch zwischen den Gemeinden am Rio Cacheu erleichtern. Nach acht Jahren im Betrieb kam es jedoch Havarie und das Schiff wurde in die Hafenanlagen von Bissau gebracht. Durch die Wirren des Konfliktes vom 9. Juni 1998 wurde das Schiff endgültig außer Betrieb gesetzt. Jetzt, dreizehn Jahre nach diesem Ereignis, wurde die „IV Centenário de Cacheu“ einer Generalüberholung unterzogen. Zunächst wurde in Zusammenarbeit mit der „Damen Shipyards Goringhem“ in den Niederlanden die Situation des Schiffes evaluiert. Für mehr als 200.000 Euro wurden die kompletten Maschinen ausgetauscht sowie über 70% des Schiffsrumpfes erneuert. Darüber hinaus wurde natürlich auch das gesamte Bord Equipment erneuert. So wurden unter anderem die Rettungseinrichtungen, ein neuer Generator und zehn Plasma-TV-Geräte angeschafft.

Die Entscheidung die „IV Centenário“ zu reparieren fällte die Regierung im Januar 2009, nachdem bei mehreren Unfällen mit den sonst genutzten Pirogen 84 Personen gestorben waren – diese Unglücke hatten sich allerdings nicht auf der Linie nach Bolama, sondern vor allem vor der an der nördlichen Küste gelegenen Insel Pexice ereignet.

Die „IV Centenário“ hat Platz für rund 150 Passagiere und 10 Tonnen Fracht. Jeden Freitag geht es von Bissau nach Bolama, am Sonntag fährt die „IV Centenário wieder zurück nach Bissau. Die genauen Abfahrtzeiten richten sich nach den Gezeiten und sind am Hafen in Bissau zu erfragen / werden am Vortag per Aushang bekannt gegeben. Der Preis für die einfache Fahrt beträgt 3000 Fcfa.

Quellen: Portos da Guiné-Bissau, Jornal Nô Pintcha, Lusa, Oje, eigene Angaben.

Manfred Stoppok, 24.02.2011

 

Bolama - Caminho Longe

Geschichte und Wirtschaft der Stadt und Insel Bolama

INEP - Instituto Nacional de Estudos e Pesquisa, Katalá, 1990 erschienen im Zuge des Coloquio Internacional über Bolama

mit Beiträgen von Filomena Miranda und Leopoldo Amado, sowie zahlreichen Fotos und Abbildungen, 34 Seiten, in einer Auflage von 1000 Stück (Portugiesisch)

 

Putsch in Bissau?

Gestern morgen hat es wohl einen Putschversuch / eine Meuterei gegen den Ministerpräsidenten gegeben. Ein paar Artikel der deutschen Presse zusammengetragen:

Spiegel Online: Guinea-Bissau - Militär versucht Putsch gegen Minsiterpräsidenten

Zeit: Unruhen nach Putschversuch - Im Kleinstaat Guinea-Bissau herrscht Chaos: Der Vizechef der Streitkräfte hat nach Berichten das Kommando übernommen - Der wütenden Bevölkerung droht er den Präsidenten zu töten.

Welt Online: Putschversuch - Soldaten setzen Premier von Guinea-Bissau fest

RP Online: Armeechef bestreitet Putschversuch - EU verurteilt Meuterei in Guinea-Bissau

Tagesspiegel: Unruhen nach Putschversuch in Guinea-Bissau

Der Standard: Soldaten setzten Regierungschef fest - Regierungssitz gestürmt - Diplomat: Es sieht wie ein Putsch aus

Also je nach Meldung Putsch, Putschversuch oder zurückhaltender Meuterei einiger Soldaten, interne Probleme. Noch weiß man nichts genaueres.

ansonsten natürlich noch bei RTP aktuellere Meldungen www.rtp.pt oder längere Artikel www.publico.pt - dort guiné als Stichwort.

 

Bolama - Entre an Generosidade da Natureza e a Cobiça dos Homens

Ergebnisse des Coloquio Internacional November 1990

INEP - Instituto Nacional de Estudos e Pesquisa, 1996, Auflage 1000 Stück

Herausgeber: Carlos Cardoso, Beiträge von Paul Hair, Benjamin P. Bull, Filomena Miranda, Leopoldo Amado u.a. (Englisch, Französisch und Portugiesisch)

 

Guinea-Bissau - Ereignisse in Folge der 1. April

Der erste April 2010 in Guinea-Bissau hatte es auch hierzulande in die großen Zeitungen geschafft. Doch ebenso wie nach der Ermordung von Präsident Viera und Armeechef Tagme na Wai im März 2009 ist danach kaum mehr etwas zu hören gewesen. Deshalb soll hier einmal kurz der Fortgang der Dinge geschildert werden.

Wie auch hier in etliche Zeitungen zu lesen war, wurde am 01.04.2010 der Armeechef Zamora Induta durch den bisherigen Vizearmeechef Antonio Indjai abgesetzt. Der Premierminister wurde ebenfalls für einige Stunden unter Hausarrest gestellt. Nachdem die Bevölkerung auf die Straße ging um seine Freilassung zu fordern, drohte Antonio Indjai mit seiner Ermordung, falls die Leute nicht nach Hause gehen würden. Ebenfalls verließ der ehemalige Chef der Marine José Américo Bubo Na Tchuto seinen Zufluchtsort, das Quartier der Friedensmission der Vereinten Nationen (UNOGBIS) in Bissau. Zamora Induta wurde in ein Militärgefängnis in Mansoa gebracht, wo er bis heute, trotz einiger Appelle ihn freizulassen, einsitzt.

Am 8.4 wurden Jose Americo Bubo Na Tchuto und Luftwaffenchef Ibraima Papa Camara offiziell von der Exportkontrollbehörde des US-Finanzministeriums (Treasury’s Office of Foreign Assets Control, OFAC) beschuldigt in den internationalen Drogenhandel verstrickt zu sein. Alle Konten und Vermögen in den USA wurden gesperrt.

Bubo Na Tchuto und Antonio Indjai werden als die eigentliche neuen Machthaber in Guinea-Bissau bezeichnet, die neben der eigentlichen Regierung aus Präsident Malam Bacai Sanha und Premierminister Carlos Gomes Junior eine „Schattenregierung“ bilden.

Am 25.5 gab die EU bekannt, die Mission zur Reform des Sicherheitssektors (EU SSR) auslaufen zu lassen. Die Mission läuft personell abgebaut bis 30. September um die weitere Entwicklung im Land zu beobachten.

Premierminister Carlos Gomes jr. befand sich vom Mitte April bis Anfang Juni wegen medizinischer Behandlungen unter anderem in Kuba und Portugal. Im Mai gab es immer wieder Gerüchte er würde das Amt des Ministerpräsidenten aufgeben, letztlich kehrte er aber doch als Ministerpräsident nach Bissau zurück.

Auch um das Amt des zukünftigen Armeechefs gab es lange Spekulationen. Europäische Union und die CPLP forderten, dass der ein neuer Armeechef nicht in die Ereignisse vom 1.4 verwickelt gewesen sein dürfe. Dennoch wurde am 25.6 Antonio Indjai, der Anführer der Revolte vom 1.4 offiziell per Dekret des Präsidenten zum neuen Chef der Armee ernannt.

Am 2.8 gab die EU bekannt ihre Mission zur Reform des Sicherheitssektors (EU SSR) endgültig zum 30.09.2010 zu beenden.

Ebenfalls am 2.8 wurde bekannt gegeben, dass Guinea-Bissau der Entsendung einer internationalen Truppe zur Stabilisierung und Sicherung des Friedens im Land zustimmt. Die genauen Modalitäten müssten allerdings noch geklärt werden.

Manfred Stoppok 9.8.2010

 

 

Artikel über Bolama in Nô Pintcha

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In der Wochenzeitung No Pintcha vom 22.01.2010 ist eine längerer Artikel über die Stadt Bolama erschienen;

online bei Nô Pintcha:  Bolama, a imagem de uma cidade em ruína

Ein weiterer Artikel erschien über das Fischreiausbildungszentrum in Bolama;

online bei Nô Pintcha: Graças a parceira com a AIDA - Centro de Formação Pesqueira de Bolama mantém-se forte na ilha

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. September 2010 um 18:07 Uhr